| 3. September 2010 | Drucken
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| Neue OZ: Erhalt der Strecke wünschenswert | |
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Seit die Deutsche Bahn dem TWE-Mutterkonzern Captrain die Verträge gekündigt hatte, gibt es auf nordrhein-westfälischer Seite Überlegungen, die Strecke für den Personenverkehr zu nutzen. Dortige Kommunen sind bereit, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Der Landkreis Osnabrück hatte sich bislang mit einer Bewertung der Pläne auf westfälischer Seite zurückgehalten, äußert sich jetzt aber auf Anfrage des SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Rainer Spiering. Auf dessen Frage, wie konkret die Pläne des TWE-Mutterkonzerns seien, die Strecke zwischen Ibbenbüren und Paderborn stillzulegen, antwortet Kassing, dass ihm die konkreten Pläne des privaten Eigentümers der TWE-Strecke nicht bekannt seien. Aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht erscheine dies aber durchaus nachvollziehbar: „Regionalpolitisch wäre dies allerdings eine unerwünschte Entwicklung“, betont Kassing. Mit Blick auf die Auswirkungen der Stilllegung auf die Kommunen des Landkreises Osnabrück betrachtet Kassing die aktuelle verkehrliche Bedeutung dieser Strecke als „eher untergeordnet.“ Allerdings sei grundsätzlich eine Anbindung an den Schienenfernverkehr wünschenswert. Da die Strecke an den jeweiligen Knotenpunkten in Ibbenbüren, Lengerich bzw. Gütersloh mit dem Schienenfernverkehr verknüpft werden könnte, dürfte dies gerade für die Kurorte Bad Iburg und Bad Laer eine zusätzliche sinnvolle Anbindung sein. Eine Übernahme der gesamten Strecke durch die Kommunen entlang der Strecke der TWE wäre nach Ansicht von Kassing durchaus erwägenswert. Der Glandorfer Landtagsabgeordnete Martin Bäumer (CDU) warnt in diesem Zusammenhang vor zu viel Euphorie: „Dafür ist es noch viel zu früh. Mir ist ja klar, dass die Herren Spiering und Musharbash mit Blick auf die nächste Kommunalwahl gern auf diesen Zug aufspringen“, sagte der CDU-Politiker, „aber ich halte es zunächst für sinnvoll, einmal die Fakten zusammenzutragen. Das Argument der historischen Bedeutung dieser Strecke allein reicht dafür nicht aus.“ Martin Bäumer fragt sich konkret, ob es denn wirklich einen Bedarf für einen schienengebundenen Personennahverkehr zwischen Ibbenbüren und Gütersloh gibt: „Mit dem Haller Willem wurden zwei bedeutende Oberzentren wie Osnabrück und Bielefeld verbunden, Ibbenbüren und Gütersloh sind aber nur Mittelzentren“, stellt der Politiker fest. |
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