Bad Laer

In dem altsächsischen Gau Suderberg ist Bad Laer - früher Lodre, Lathere oder Steenloar genannt - eine der ältesten Siedlungen. Funde von mesolithischen Geräten und Waffen beweisen, dass das Gebiet nordwestlich der Solequelle, die Bauernlandschaft Westerwiede, mindestens vor 10000 Jahren besiedelt war. Es handelte sich um ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Die Bauernschaften Hardensetten, Müschen, Remsede, Westerwiede und Winkelsetten umgeben das Kirchdorf mit seinem Thieplatz und seiner alten Taufkirche, zu der ursprünglich auch die Ortschaften Glanathorpe (Glandorf) und Glana(Glane) gehörten.

Die in Springmeiers Kolk natürlich zu Tage tretende kohlensäurereiche Sole hat seit der letzten Eiszeit, wo hier eine arktische Tundra nachgewiesen wurde, eine linsenförmige Felsplatte abgesetzt von etwa 1,4 x 0,9 km Größe. Im Jahre 1580 hat der Erbkötter Pelster Siedesalz gewonnen. Aber die Salzgewinnung wurde aufgegeben, da man keine Neuerschließung der allmählich aussüßenden Kolkquelle vornahm.

Viel später, im Jahre 1836, eröffnete der Vollerbe Springmeier einen Badebetrieb. Sein Herrenhaus baute er zum Kurhaus um. Im Jahre 1969 übernahm die Gemeinde die Quellrechte und das Badehaus. Eine 1973 abgeteufte Bohrung erbrachte reichliche Zuflüsse einer Sole mit 7 % Salzgehalt. Dieser Fund ermögchlichte den Bau eines modernen Kurmittelhauses, was der heutigen Besucherzahl gerecht wird. Trotzdem hat sich, insbesondere in den Bauernschaften, der ländliche Charakter des Bades erhalten. Auch konnte der Ortskern - abgesehen von wenigen Neubauten - sein historisches Bild bewahren. Er bildet mit seinem Thie und den ansprechenden Fachwerkbauten einen Hauptanziehungspunkt der Besucher.

Den besten Überblick über die Landschaft erhält man von dem nahen Blomberg, an dessen Südwest- und Westhang in den letzten Jahren neue Ortsteile entstanden sind. Bad Laer liegt in einem klimatisch günstigen Übergangsgebiet zwischen einem kontinentalen und maritimen Klima, wobei das maritimen Klima und die maritimen Einflüsse stark überwiegen. Die besondere Pflanzenwelt der lichten Buchenwälder des “Blumenberges” beweist das ausgeglichene Klima.

www.bad-laer.de

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